Albinmüller-Turm, der Aussichsturm im Stadtpark Rotehorn

Öffnungszeiten

1. November 2011 bis 5. April 2012 

geschlossen

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Karfreitag, 6. April bis 31. Oktober 2012

geöffnet

Montag bis Freitag

11.00 bis 18.00 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertage

10.00 bis 19.00 Uhr

Eintrittspreis

pro Person ab 6 Jahre 2 € Eintritt (bezahlbar nur mit 0,50 €, 1 € oder 2 € Münzen)

Eintritt frei
- für die Begleitperson eines Rollstuhlfahrers mit Merkzeichen B im Ausweis.
- für Magdeburg Pass-Inhaber

Hausordnung

Folgende Sicherheitshinweise sind zu beachten:

- Gleichzeitig dürfen sich nur 50 Personen im Turm aufhalten.
- Barrierefreiheit ist über Fahrstuhl bis zur Aussichtsplattform gegeben.
- Bei ungünstiger Witterung, vor allem Sturm und Gewitter bleibt der Turm aus Sicherheitsgründen geschlossen.
- Kinder unter 14 Jahren erhalten nur Zutritt in Begleitung Erwachsener.
- Personen im stark alkoholisierten Zustand ist der Aufenthalt im Turm untersagt.
- Das Mitbringen und Verzehren von Alkohol jeglicher Art ist verboten!
- Das Rauchverbot ist unbedingt einzuhalten, da bei Nichteinhaltung Rauchmelder eine Alarmierung der Feuerwehr auslösen.
- Im Turm befinden sich keine Toiletten.
- Während der Schließzeiten wird der gesamte Innenbereich durch elektronische Alarmanlagen überwacht.
- Hunde haben keinen Zutritt.

Portrait (August 2006)

Eines der bedeutenden Bauwerke im Erscheinungsbild Magdeburgs - der Aussichtsturm im Stadtpark Rotehorn - lädt seit dem 27. Juli 2006 wieder die Magdeburger und Gäste zum Rundblick über die Elbestadt ein.
1927, in einer dynamischen Periode der Stadtentwicklung, wurde der Aussichtsturm als Krönung des Gesamtensembles zur Deutschen Theater-Ausstellung errichtet. Künstlerische Oberleitung hatte hierfür Herr Prof. Albinmüller übernommen. Um die in 45 Meter Höhe gelegene Aussichtsplattform zu erreichen, bot der insgesamt knapp 61 Meter hohe Turm den Interessierten bereits zum damaligen Zeitpunkt einen Aufzug. Andere Gäste erfreuten sich am Erklimmen der 252 Stufen, wurden sie doch am Ziel belohnt mit einer wunderbaren Aussicht.
Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges und spätere mangelnde Instandhaltung des Denkmals erforderten die Schließung am 22. September 2001. Nach fast 3-jährigen, aufwändigen Sanierungsarbeiten erstrahlt nun das Magdeburger Kleinod in neuem Glanze.

Die Besucher können den markanten Orientierungspunkt zu Fuß oder mit dem Aufzug erklimmen. Auf der Aussichtsplattform angekommen, gibt der Blick über die Elbe die historische Altstadt mit dem dominierenden Dom und den noch verbliebenen mittelalterlichen Kirchenbauten wie der Johanniskirche zu erkennen. Entlang der Elbe in nördlicher Richtung geschaut, erkennt man in gleicher Höhe ein weiteres Highlight der neueren Baukunst - den Jahrtausendturm im Elbauenpark. Weiter Richtung Osten ist dann die Bördelandhalle und das neue Stadion zu sehen. Bei klarem Wetter wird im Westen der Brocken sichtbar.
Da sich zum selben Zeitpunkt nur bis zu 50 Personen auf der Aussichtsplattform aufhalten dürfen, erfolgt zur Kontrolle der Zugang in den Turm über ein Drehkreuz. 

Chronik: Angaben ohne Gewähr

1927
wurde der Turm als aufstrebendes Kontra zur Stadthalle sowie als Krönung des Gesamtensembles zur Deutschen Theater-Ausstellung nach den Plänen des Darmstädter Architekten Prof. Albinmüller erbaut.
Das komplette Ensemble des Ausstellungsgeländes mit der Stadthalle und dem Aussichtsturm wurde mit zu den schönsten Ausstellungsgeländen Deutschlands gerechnet. Die Stadthalle und das Ausstellungsgelände war bis zum 2. Weltkrieg ein Treffpunkt wirtschaftlicher und künstlerischer Veranstaltungen von hohem Rang. 

1944/45
Zerstörung des Ausstellungsgelände (70 %) mit Stadthalle (90 %). Stehengeblieben ist lediglich der beschädigte Aussichsturm.

Im Sommer 1956
wird der Aussichtsturm für die Besucher freigegeben, noch ohne Fahrstuhl, und noch sind umfangreiche Arbeiten zu leisten. Die 510 Felder der Turmspitze müssen neu verglast werden. Der Besucher des Turmes musste die 206 Stufen des Turmes erklettern, hatte aber dann auch die Möglichkeit, für 0,10 M durch ein Fernrohr die Umgebung von Magdeburg zu beschauen, und wenn er Glück hatte und das Wetter günstig war, konnte er den Brocken erkennen.

1958
Auf einfachen Podien fanden, in Verbindung mit der HO-Gastst„ttenleitung, Tanzveranstaltungen am Adolf-Mittag-See und am Aussichtsturm statt.

1958
wurde die Kuppel des Aussichtsturmes abgedichtet, es begannen die Ausbauarbeiten für das Turmcafe. 

Wenige Jahre später 
war der Bergrettungsdienst aus Wernigerode im Einsatz. Im Zusammenhang mit einer Schauübung, Abseilen vom Turm, wurden die Außenwände des Turmes kontrolliert und von gefahrdrohenden Bruchstücken befreit.

1972
wird das Café in der Glaskuppel wieder eröffnet.
 
Zu DDR-Zeiten
zählt der Turm samt Café jährlich rund 100.000 Besucher. In den 1980er Jahren schließt das Café wegen Baufälligkeit.

Ab Mitte der 1990er Jahre
ist auch die Aussichtsplattform nur noch saisonal geöffnet; Sperrung, Sanierungspläne.

2001 
beschließt der Stadtrat die Sanierung für fünf Millionen Mark; sie wird - wie auch die Sanierung der Stadthalle - Jahr für Jahrt aufgehoben.

2001
findet die Ausstellung "mediaTurm" im Aussichsturm statt. Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) schufen mediale Arbeiten, die sich direkt und indirekt mit der Geschichte sowie der baulichen Struktur des Turmes auseinandersetzen. Über zwanzig spannende Objekte sind auf den elf Etagen zu erforschen.

22. September 2001

Schließung aufgrund der Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges sowie der späteren mangelnden Instandhaltung.

2003
erfolgt ein neuer Sanierungsbeschluss; Kostenrahmen: 1,98 Millionen Euro. Ende 2004 soll der Turm samt Café wiedereröffnen. 

2004
beginnen die Arbeiten. Schnell wird klar: Geld und Zeit reichen nicht.

2005
Baustopp, Probleme, Streit zwischen Planern, Baufirmen und Hochbauamt. Kostenrahmen wächst zunächst auf 2,9, dann auf 3,1 Millionen Euro.

Am 27. Juli 2006 
wird der Aussichtsturms wieder eröffnet, allerdienst ohne Café.

August 2006: 11.000 in den ersten vier Wochen
Wieder einmal bewahrheitet sich eine sympathische Eigenschaft der Magdeburger: Was sie einmal in ihr Herz geschlossen haben, wird für immer darin bleiben. Die Magdeburger und ihre Gäste zeigen ihr Herz für eines der bedeutenden Bauwerke im Erscheinungsbild Magdeburgs - den Aussichtsturm im Stadtpark Rotehorn. Bereits innerhalb der ersten 4 Wochen nach der Wiedereröffnung am  27. Juli 2006 haben 11.000 Besucher den wunderbaren Rundblick über die Elbestadt genossen.

21.12.2011, Volksstimme Magdeburg
Der Turm soll umbenannt werden. Mehr Infos (pdf)

16.02.2012
Ja zu "Albinmüller-Turm." Der Stadtrat beschloss auf seiner Sitzung die Namensgebung für Magdeburgs Wahrzeichen auf der Rotehorninsel als Hommage an den Architekten des Turms. Prof. Albin Müller (1871 - 1941) führte den Künstlername Albinmüller. Der Aussichtsturm gilt als bedeutendes Werk des Neuen Bauens in den 1920er Jahren. 

Fotografen

Fotos: Werner Klapper Fotodesign, MVGM GmbH

Hausanschrift

Aussichsturm neben der Stadthalle Magdeburg
Stadtpark Rotehorn
Heinrich-Heine-Platz 1
39114 Magdeburg
Tel. 0391 5934-50

Firmenanschrift

MVGM GmbH
Tessenowstraße 5a
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